Re: [HM] Gordan's Quote (was: History in Mathematics)
Ivo Schneider (Ivo.Schneider@UniBw-Muenchen.de)
Tue, 17 Aug 1999 18:12:27 +0200
In Felix Klein, Vorlesungen ueber die Entwicklung der Mathematik im 19.
Jahrhundert, vol. I, Berlin 1926, p. 330 f. you find after a reference to a
theorem from Hilbert's Theorie der algebraischen Formen, MA 36 (1890) the
following remark:
"Ebenso einfach ist dann auch die Anwendung auf die Invariantentheorie, die
ich hier noch weniger zergliedern kann. Die ganze Frage der Endlichkeit der
Invarianten, welche Gordan seinerzeit nur mit umfangreichen Rechnungen fuer
binaere Folgen hatte erledigen koennen (vgl. oben S. 308), wird hier mit
einem Schlage fuer Formen mit beliebig vielen Veraenderlichen geloest.
Ihrer Eigenart entsprechend wurde diese Arbeit zunaechst mit sehr
verschiedener Stimmung aufgenommen. Mich hat sie damals bestimmt, Hilbert
bei naechster Gelegenheit nach Goettingen zu ziehen. Gordan war anfangs
ablehnend: 'Das ist nicht Mathematik, das ist Theologie'. Spaeter sagte er
dann wohl: 'Ich habe mich ueberzeugt, dass auch die Theologie ihre Vorzuege
hat.' In der Tat hat er den Beweis des Hilbertschen Grundtheorems selbst
spaeter sehr vereinfacht (Muenchener Naturforscherversammlung 1899)."
Gordan's later remark concerning the advantages of theology clearly
indicates that his first remark: "... it is theology" was meant in a
pejorative sense. Klein who gives no source for the two quotations of
Gordan seems to repeat them from memory. At least the word "wohl" in the
phrase "Spaeter sagte er dann wohl" seems to hint to some doubts of Klein if
he remembered Gordan's saying correctly.
Ivo Schneider